Was Machine Learning bedeutet
Arthur Samuel veröffentlichte 1959 im IBM Journal of Research and Development eine Studie über ein Programm, das Dame spielt. Es lernte, besser zu spielen als der Mensch, der es geschrieben hatte, und brauchte dafür acht bis zehn Stunden Spielzeit auf der Maschine. Samuel schrieb, Computern das Lernen aus Erfahrung beizubringen solle irgendwann einen großen Teil der detaillierten Programmierarbeit überflüssig machen.
Tom Mitchell definierte 1997 in seinem Lehrbuch: Ein Programm lernt aus einer Erfahrung E in Bezug auf eine Klasse von Aufgaben T und ein Leistungsmaß P, wenn seine Leistung bei den Aufgaben in T, gemessen mit P, durch die Erfahrung E besser wird. Sein Beispiel ist wieder das Damespiel: Die Aufgabe ist das Spielen, das Maß der Anteil gewonnener Partien, die Erfahrung sind Partien gegen sich selbst.
Machine Learning ist ein Teil der künstlichen Intelligenz, nicht das Ganze. Die KI-Verordnung der EU nennt in Erwägungsgrund 12 zwei Arten von Techniken für KI-Systeme: Ansätze des maschinellen Lernens, die aus Daten lernen, wie Ziele erreicht werden, und logik- und wissensgestützte Konzepte, die aus kodiertem Wissen ableiten. Deep Learning ist wiederum ein Teil des Machine Learning. Nach LeCun, Bengio und Hinton (2015) lernen dabei Modelle aus mehreren Verarbeitungsschichten Darstellungen von Daten auf mehreren Abstraktionsebenen. Auch ein LLM ist ein solches tiefes Modell, trainiert auf großen Textmengen.