Was zu Off-Page-SEO gehört: die Landkarte der Signale
Off-Page-SEO ist keine einzelne Technik, sondern eine Kategorie, die mehrere unterschiedliche Signale bündelt. Allen gemeinsam ist: Sie entstehen außerhalb der eigenen Domain, durch Entscheidungen anderer Personen oder Websites, nicht durch die eigene Hand. Drei Blöcke lassen sich unterscheiden.
Der erste und wichtigste Block sind Links. Ein Backlink ist der eingehende Link von einer fremden Seite zur eigenen, die Grundeinheit, auf der ein großer Teil der externen Autorität aufbaut. Linkbuilding ist der aktive Prozess, solche Links zu gewinnen, mit eigenen Techniken und eigenen Risiken bei falscher Ausführung. Und der Anchor Text ist der sichtbare Linktext, der Suchmaschinen einen Hinweis darauf gibt, worum es auf der verlinkten Seite geht.
Der zweite Block sind Autoritätsmetriken, die externe Tools aus diesem Linkprofil berechnen. Domain Authority von Moz und Domain Rating von Ahrefs sind die bekanntesten. Keine davon veröffentlicht Google selbst: Beide sind Schätzungen von Drittanbietern, nützlich zum Vergleich von Domains untereinander, aber keine Zahl, die die Suchmaschine intern verwendet.
Der dritte Block sind Erwähnungen und Reputation, die nicht immer über einen Link laufen. Digital PR ist die Disziplin, die redaktionelle Berichterstattung in digitalen Medien sucht, und diese Berichterstattung erzeugt sowohl Links als auch Markenerwähnungen ohne Link, beide mit eigenem Wert. Eine Website, die in ihrer Branche wiederholt zitiert, empfohlen oder erwähnt wird, baut eine Reputation auf, die auch die Off-Page-Signale erfassen, auch wenn sie schwerer zu messen ist als ein einzelner Backlink.
In der Praxis arbeiten diese drei Blöcke nicht getrennt voneinander. Eine gute Digital-PR-Geschichte erzeugt Links, diese Links speisen das Domain Rating der Seite, und der Anchor Text, mit dem diese Links ankommen, beeinflusst, welche Suchbegriffe die Suchmaschine mit der Seite verknüpft. Off-Page-SEO ist die Summe dieses Zusammenspiels, nicht ein einzelnes Element.
Reine Social-Media-Aktivität gehört nur am Rand dazu. Ein Beitrag, der auf sozialen Plattformen geteilt wird, zählt für Google in der Regel nicht direkt als Rankingsignal, kann aber indirekt dazu führen, dass jemand mit einer eigenen Website darauf aufmerksam wird und verlinkt. Der eigentliche Off-Page-Effekt entsteht dann über den Link oder die Erwähnung, die daraus folgt, nicht über die Reichweite in sozialen Netzwerken selbst.
