Digital Marketing, oft auch Online-Marketing genannt, ist Marketing über digitale Kanäle: Suchmaschinen, Websites, E-Mail, soziale Netzwerke, Apps und Werbung im Internet. Es ist ein Oberbegriff, zu dem SEO, SEA, Content Marketing und E-Mail-Marketing gehören.
Digital Marketing, auch Online-Marketing, ist Marketing über digitale Kanäle: welche dazugehören, wie sie zusammenspielen und wo die Messung endet.
Was Digital Marketing bedeutet
Die American Marketing Association beschreibt Marketing als die Tätigkeit, die Institutionen und die Prozesse, mit denen Angebote geschaffen, kommuniziert, geliefert und ausgetauscht werden, die für Kunden, Partner und die Gesellschaft einen Wert haben. Digital Marketing ist dasselbe, beschränkt auf digitale Kanäle.
Im Deutschen werden Online-Marketing und Digital Marketing meist gleichbedeutend verwendet. Wer sie trennt, fasst Digital Marketing etwas weiter, weil dazu auch Kanäle ohne Browser gehören, etwa Apps.
Vom klassischen Marketing unterscheidet es sich vor allem in der Messung. Wer eine Anzeige in der Zeitung schaltet, erfährt nicht, wer sie gelesen hat. Bei einer Anzeige in der Google-Suche zählt die Plattform Impressionen und Klicks und, wenn das Tracking eingerichtet ist, auch Conversions. Diese Messung hat Grenzen, die weiter unten stehen.
Wie es funktioniert
Digital Marketing setzt sich aus Kanälen zusammen, die in diesem Glossar eigene Einträge haben. Hier steht je Kanal, was er zum Ganzen beiträgt.
- SEO verbessert die Sichtbarkeit in den unbezahlten Ergebnissen von Suchmaschinen. - SEA, meist über Google Ads, kauft Anzeigenplätze in den Suchergebnissen; zusammen mit SEO bildet es das SEM. - Content Marketing liefert die Artikel, Videos und Leitfäden, die über Suche, soziale Netzwerke und E-Mail verbreitet werden. - E-Mail-Marketing erreicht Kontakte, die eingewilligt haben, ohne eine Plattform dazwischen. - Social Media Marketing nutzt soziale Netzwerke, mit eigenen Beiträgen und mit bezahlten Anzeigen. - Affiliate-Marketing bezahlt Partner nur für die Verkäufe, Leads oder Klicks, die sie vermitteln. - Retargeting zeigt Anzeigen Menschen, die eine Website schon besucht haben. - Web Analytics misst, was Besucher auf der Website tun, und verbindet die Kanäle mit dem Ergebnis.
Die Kanäle arbeiten selten allein. Ein Artikel aus dem Content Marketing rankt über SEO, wird in sozialen Netzwerken geteilt und im Newsletter verschickt. Wer die Seite besucht, ohne zu kaufen, sieht später eine Retargeting-Anzeige. Inbound Marketing ist eine Methode, die mehrere dieser Kanäle verbindet, um Kunden mit Inhalten anzuziehen, statt sie mit Werbung zu unterbrechen.
SEOSEM
Verbessert die Sichtbarkeit in den unbezahlten Ergebnissen von Suchmaschinen.
SEASEM
Kauft Anzeigenplätze in den Suchergebnissen, meist über Google Ads.
Content Marketing
Liefert die Artikel, Videos und Leitfäden, die über Suche, soziale Netzwerke und E-Mail verbreitet werden.
E-Mail-Marketing
Erreicht Kontakte, die eingewilligt haben, ohne eine Plattform dazwischen.
Social Media Marketing
Nutzt soziale Netzwerke, mit eigenen Beiträgen und mit bezahlten Anzeigen.
Affiliate-Marketing
Bezahlt Partner nur für die Verkäufe, Leads oder Klicks, die sie vermitteln.
Retargeting
Zeigt Anzeigen Menschen, die eine Website schon besucht haben.
Web AnalyticsMisst, was Besucher auf der Website tun, und verbindet die Kanäle mit dem Ergebnis.
Sieben Kanäle mit je eigener Aufgabe, darunter die Messung, die sie zusammenführt.
Warum es zählt
Die Zielgruppen sind online. Laut Eurostat haben 2025 in der EU 93,8 % der Menschen zwischen 16 und 74 Jahren das Internet in den letzten drei Monaten genutzt. 62,4 % haben im selben Zeitraum online eingekauft, in Deutschland 70,4 %.
Die Werbebudgets folgen. IAB Europe beziffert die Ausgaben für digitale Werbung in 30 europäischen Märkten für 2025 auf 131 Milliarden Euro, 10,5 % mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig zahlten nach Eurostat 2024 nur 32,6 % der Unternehmen in der EU mit mindestens zehn Beschäftigten für Werbung im Internet, in Deutschland 38,5 %.
Die Messung hat rechtliche und technische Grenzen. Nach Art. 5 Abs. 3 der ePrivacy-Richtlinie 2002/58/EG dürfen Informationen auf dem Endgerät, etwa Cookies, grundsätzlich nur mit Einwilligung gespeichert oder ausgelesen werden. Wer ablehnt, fehlt in Auswertungen, die auf Cookies beruhen. Für E-Mail-Werbung verlangt Art. 13 derselben Richtlinie grundsätzlich eine vorherige Einwilligung. Dazu kommt, dass jede Werbeplattform nur misst, was in ihrem Bereich geschieht. Google Ads und ein soziales Netzwerk können denselben Verkauf jeweils für sich verbuchen. Die datengetriebene Attribution in Google Analytics verteilt den Anteil an einer Conversion deshalb anhand der Daten des Kontos auf die einzelnen Kontakte.
Best Practices
Zuerst Ziel und Kennzahl festlegen, dann die Kanäle wählen.
Kanäle danach wählen, wo die Zielgruppe steht: Wer schon sucht, findet über die Suche; wer das Problem noch nicht kennt, eher über Inhalte und soziale Netzwerke.
Conversions einmal festlegen und in allen Kanälen gleich messen.
Einwilligungen für Cookies und E-Mail-Werbung einholen und dokumentieren.
Die Zahlen der Werbeplattformen gegen die eigene Webanalyse und gegen Umsätze im Shop oder CRM abgleichen.
Bezahlte und unbezahlte Kanäle gemeinsam planen: SEA liefert schnell Daten zu Suchbegriffen, SEO baut Sichtbarkeit ohne Klickpreis auf.
Häufige Fehler
Digital Marketing mit einem einzelnen Kanal gleichsetzen, etwa mit Social Media oder Google Ads.
Die Erfolgsmeldungen aller Plattformen addieren und so denselben Verkauf mehrfach zählen.
Reichweite und Klicks als Ergebnis berichten, obwohl das Ziel Umsatz oder Leads war.
Cookies setzen oder Newsletter verschicken, ohne dass eine Einwilligung vorliegt.
Denselben Inhalt unverändert in jeden Kanal stellen, statt ihn an Format und Publikum anzupassen.
Nur das fördern, was leicht zu messen ist, und Kanäle mit indirekter Wirkung deshalb kürzen.
Manuel Riveiro RodriguezCEO & Digital Strategist
Eine technische Prüfung sieht sich das und alles Weitere in einem Durchgang an.
Digital Marketing ist Marketing über digitale Kanäle wie Suchmaschinen, Websites, E-Mail, soziale Netzwerke und Werbung im Internet. Es ist ein Oberbegriff: SEO, SEA, Content Marketing, E-Mail-Marketing, Social Media Marketing und Affiliate-Marketing gehören dazu. Gegenüber klassischem Marketing lässt sich genauer messen, wer eine Anzeige gesehen oder angeklickt hat.
Ist Online-Marketing dasselbe wie Digital Marketing?
Im Deutschen werden beide Begriffe meist gleichbedeutend verwendet. Wer sie trennt, fasst Digital Marketing etwas weiter, weil dazu auch Kanäle ohne Browser gehören, etwa Apps. Für die Praxis ändert die Wahl des Begriffs wenig: Gemeint sind dieselben Kanäle, von SEO über SEA bis E-Mail.
Welche Kanäle gehören zum Digital Marketing?
Dazu gehören SEO und SEA in Suchmaschinen, Content Marketing, E-Mail-Marketing, Social Media Marketing, Affiliate-Marketing und Retargeting. Web Analytics misst, was diese Kanäle bewirken. Welche Kanäle sich lohnen, hängt davon ab, wo die Zielgruppe steht und welches Ziel ein Unternehmen verfolgt.
Ist Inbound Marketing dasselbe wie Digital Marketing?
Nein. Digital Marketing ist der Oberbegriff für alle digitalen Kanäle, auch für bezahlte Anzeigen, die den Nutzer unterbrechen. Inbound Marketing ist eine Methode innerhalb davon: Sie zieht Kunden mit nützlichen Inhalten an und nutzt dafür vor allem SEO, Content Marketing und E-Mail.
Wie misst man den Erfolg im Digital Marketing?
Zuerst wird ein Ziel mit Kennzahl festgelegt, etwa Umsatz, Leads oder Anfragen. Webanalyse und Werbeplattformen messen dann, welche Kanäle dazu beitragen. Jede Plattform misst nur in ihrem Bereich, und ohne Einwilligung fehlen Daten aus Cookies. Deshalb gehören die Zahlen gegen Umsätze im Shop oder CRM geprüft.